Imposant: Das Tor zur Buchstadt Leipzig

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Das historische Graphische Viertel der Buchstadt Leipzig umfasste eine gewaltige Fläche von mehreren Quadratkilometern. Ein offizielles Eingangstor konnte es da kaum geben. Die einstige Königsstraße und heutige Goldschmidtstraße, die am Europahaus vom Roßplatz abzweigt, darf sich als Tor zur Buchstadt bezeichnen. Eine Perlenschnur der großen Namen. Kein Ort des Graphischen Viertels war mit Verlagen und Druckereien dichter besiedelt.

Hinter der imposanten Immobilienmeile mit Radisson-Hotel, Europahaus und Ringbebauung erstreckte sich einst weitläufig der Großbosische Garten. Hier begründeten der langjährige Universitätsrektor Johann Christoph Gottsched und die legendäre Theater-Prinzipalin Caroline Friederike Neuber am 17. Oktober 1737 das moderne Theater.

Der Sprachgelehrte und Theaterreformer Gottsched (1700-1766) war zugleich eine der zentralen Persönlichkeiten der deutschen und europäischen Aufklärung. Eine Schlüsselfigur zugleich für die Bedeutung der Buchstadt Leipzig.

Prof. Dr. Detlef Döring, an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig Arbeitsstellenleiter der Projektgruppe „Edition des Briefwechsels von Johann Christoph Gottsched“, verdeutlicht das eindringlich in seinem neuen Buch „Dann sprach ich bei Professor Gottsched vor … – Leipzig als literarisches Zentrum Deutschlands in der Frühen Neuzeit“, das zur Leipziger Buchmesse 2014 im Leipziger Universitätsverlag erscheint (www.univerlag-leipzig.de).

Gleich vorn am Eck der heutigen Goldschmidtstaße residierten einst Verlagsgrößen wie Anton Philipp Reclam (1846-1865) oder Ernst Rowohlt (1909-1912). Nicht zu vergessen der Verleger Salomon Hirzel, der unter anderem Grimms „Deutsches Wörterbuch“ herausbrachte und dessen Schwiegervater Georg Andreas Reimer 1828 den Großbosischen Garten gekauft hatte. Schräg gegenüber die noch heute dort beheimatete Wertpapierdruckerei Giesecke & Devrient. Und das zugleich nur als äußerste Speerspitze einer ewig einzigartigen Ansammlung bedeutender Namen.

Unser imposantes Titelfoto markiert diesen herausragenden Ort aus einer außergewöhnlichen Perspektive eindringlich und verweist damit zugleich auf die Absicht des Internetmagazins „www.buchstadt-leipzig.de“. Hier geht es um einen attraktiven und bunten Spannungsbogen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Nach Möglichkeit eher Klasse als Masse, wobei sich beides nicht ausschließen muss …

So denkt auch unser Chef-Fotograf Karsten Uhlmann (www.fotouhlmann.de), der seit 25 Jahren bundesweit erfolgreich tätig ist und sich vor kurzem in Leipzig niedergelassen hat.

Holger Gemmer

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