Leipziger Perspektiven

Das wird ein packender Vierteiler: Die „Geschichte der Stadt Leipzig“ vereint auf über 3.500 Seiten die Arbeit führender Wissenschaftler und Fachleute. Publiziert im Leipziger Universitätsverlag ab November 2014. Empfehlenswert sind zugleich ein paar Klassiker, die sich beim Stöbern im Antiquariat entdecken lassen.

„Die Geschichte der Stadt Leipzig von der ältesten bis auf die neueste Zeit“ heißt der insgesamt mehr als 1.400 Seiten umfassende Zweibänder von Karl Große und wird als die bedeutendste und am reichsten illustrierte Leipzig-Chronik des 19. Jahrhunderts beschrieben. Das Sächsische Aktionshaus & Antiquariat Johannes Wend am Markt 1 in Leipzig bietet die sehr seltene vollständige Erstausgabe für 1.000 Euro an.

Inhaber Christian Wend hält aber noch einen weiteren Leipzig-Schatz bereit: In einem Band vereint die „Festschrift zur hundertjährigen Jubelfeier der Einweihung des Concertsaales im Gewandhause zu Leipzig“ von Alfred Dörffel mit den Teilen 1 über die „Geschichte der Gewandhausconcerte zu Leipzig vom 25. November 1781 bis 25. November 1881“ von 1884 und 2 über die „Statistik der Concerte im Saale des Gewandhauses zu Leipzig“ von 1881.

Ein sehr seltenes und ortsgeschichtlich ausführliches Quellenwerk, gedruckt von Breitkopf & Härtel dazu in einem prachtvollen Handeinband von Gerhard Prade, der die knapp 400 Seiten starke Erstausgabe zudem signiert hat. Preis: 750 Euro.

Ebenfalls für 750 Euro bietet das Antiquariat Bachmann & Rybicki eine Leipziger Chronik von L. Zacharias Schneider aus dem Jahre 1655 an – die „Gemeine Beschreibung der Churfürstlichen Sächsischen Gewerb- und Handels-Stadt Leipzig“ auf 642 Seiten. Antiquar Carsten Rybicki spricht von einem gut erhaltenen Exemplar: „Eine Erstausgabe der wichtigen Leipziger Chronik mit zahlreichen Verordnungen und genealogischen Daten.“

Zurück in die Gegenwart: Zur Tausendjahrfeier der Ersterwähnung Leipzigs durch den Merseburger Bischof Thietmar 1015 erscheint im Leipziger Universitätsverlag eine aufwändige vierbändige „Geschichte der Stadt Leipzig“, die auf über 3.500 Seiten den aktuellsten Stand der Forschung und Entwicklung durch Wissenschaftler und Fachleute aufbereitet.

Herausgegeben von Enno Bünz, Detlef Döring, Ulrich von Hehl und Susanne Schötz im Auftrag des Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig. Neben der politischen Geschichte kommen auch die Themen Wirtschaft, Soziales, Kirche, Kultur und Alltag verstärkt zur Geltung. Zahlreiche farbige Abbildungen, Grafiken und Tabellen veranschaulichen die Darstellungen.

Der von Enno Bünz herausgegebene Band 1 „Von den Anfängen bis zur Reformation“ erscheint im November 2014. Band 2 „Von der Reformation bis zum Wiener Kongress“ unter der Herausgeberschaft von Detlef Döring folgt im März 2015 zur nächsten Leipziger Buchmesse.

Susanne Schötz zeichnet als Herausgeberin für Band 3 „Vom Wiener Kongress bis zum Ersten Weltkrieg“ verantwortlich und somit für einen weltweit stark beachteten Höhepunkt der glanzvollen Geschichte Leipzigs. Der Erscheinungstermin liegt im November 2015.

Das Finale bestreitet zur Leipziger Buchmesse im Frühjahr 2016 Ulrich von Hehl als Herausgeber von Band 4 „Vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart“. Alle vier Bände lassen sich nach und nach einzeln bei Erscheinen zum Stückpreis von jeweils 49 Euro erwerben. Wer nochmals sparen will, kann das am besten durch eine Vorbestellung der Gesamtausgabe bis zum 1. November 2014 tun. Dann gibt’s das Komplettpaket mit allen vier Bänden der „Geschichte der Stadt Leipzig“ zum Subskriptionspreis von 155 Euro.

Weitere Details direkt beim Leipziger Universitätsverlag.

Holger Gemmer

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