Neuanfang mit kleiner Panne

Die Leipziger Stadtbibliothek nach drei Jahren im neuen Haus. Dessen aufwändige Sanierung kostete etwa 15 Millionen Euro. War das Ergebnis diese Investition wert? Schon eine oberflächliche Bilanz nach kurzer Zeit führt zu einer positiven Antwort. Eine altehrwürdige Kultureinrichtung wird von einem aktuellen Standpunkt aus betrachtet. Ihre in der Vergangenheit mehrfach erforderliche Wiederbelebung macht vergleichende Einblicke in Tradition und Moderne unabdingbar. Auftakt einer Serie.

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Schmuckstück: Leipziger Stadtbibliothek. Foto: Torsten Hanke

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Merkel fast eine Heilige

In den letzten Wochen und Monaten strömten Tausende Flüchtlinge nach Leipzig. Ein Bild, das sich zeitgleich überall in Deutschland bietet und das eng mit Bundeskanzlerin Angela Merkel verknüpft ist. Sie wird deshalb von vielen Menschen in der arabischen Welt fast als eine Heilige verehrt, was seinen Ursprung in einer alten Überlieferung um den Propheten Mohammed hat. Weiterlesen

Bissiges aus der Tonne

Der berühmteste „Beißer aus der Tonne“ war Diogenes von Sinope, um den sich zahlreiche Legenden bildeten und dem manch literarisches Denkmal gesetzt wurde. Selbst die auf kindliche Bildung ausgerichtete TV-Serie „Sesamstraße“ griff diesen kritischen Geist in ihrer Frühphase auf und ließ das grüne Knuddelmonster Oscar regelmäßig aus einer Tonne granteln. Leipzigs markanteste Kultur-Tonne findet sich in der „Moritzbastei“. Dort ziehen nun gleich drei markante Beißer ein und präsentieren „Bis(s) zur letzten Seite“ ein neues Format der Literaturkritik. Weiterlesen

Außergewöhnliche Frauen

Die aus Leipzig stammende Sibylle Kuhne erfreut ihre Heimatstadt bei regelmäßigen Besuchen verlässlich mit eindringlichen Lesungen, die musikalisch begleitet unter die Haut gehen. Wenn sie diesmal „Die Sterne vom Himmel“ pflückt, geht es um drei außergewöhnliche Frauen, die Geschichte schrieben und der gesellschaftlichen Entwicklung Türen öffneten. Weiterlesen

Kultige Rock-Lesungen

Elia van Scirouvsky startete in Leipzigs Musik-Kneipe Flowerpower eine neue Veranstaltungsreihe, in der er das Thema „Rock“ einmal im Monat behandelt – musikalisch mit der Hausband und literarisch mit kompetenten Gästen. Damit bietet er Freunden, Kennern und Neueinsteigern der Szene ein amüsantes Programm. Weiterlesen

Spannend wie ein Roman

Leipzig hat 2015 reichlich Grund zum Feiern: 1.000 Jahre Ersterwähnung vorneweg, dazu 850 Jahre Stadtrechte wie auch ebenso lange „Mutter aller Messen“ und Weihe der Nikolaikirche – in der 1989 der weltweite „Wind of Change“ angeblasen wurde und die deshalb eine besondere Rolle anlässlich der am 3. Oktober „25 Jahre Deutsche Einheit“ spielt.

Passend zu solchen Jubiläen fiel auf den 4. Juli der 300. Geburtstag von Christian Fürchtegott Gellert. Ein begnadeter und einst höchst populärer Wegweiser, der gerade in der Atemlosigkeit der Moderne als Ideal für ein deutliches Plus an Lebensqualität stehen könnte. Die Erfolgsautorin Susan Hastings hat dem einen eindringlichen Band in der „Episoden“-Reihe des Tauchaer Verlages gewidmet. Weiterlesen

Merkwürdige Enttäuschung

Wenn die Tochter von Max Frisch einen Liebesroman schreibt: Darf man da mit einer leichten Schnulze rechnen, die nach dramatischen Verwicklungen in einem Happy End mündet? Sicher nicht. Ursula Priess will auch gar nicht erst auf eine falsche Fährte locken und untertitelt ihren Roman „Hund & Hase“ mit dem Hinweis „Liebesversuche“ … Eindringlich ernüchternd – und aufmunternd. Weiterlesen

Fünf Jahre Mord und Totschlag

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Mordskerl: „Giftmischer“ Andre Mannchen auf der Buchmesse. Foto: fhl Verlag

Sind Kapitalverbrechen ein Grund zum Feiern? Der junge fhl Verlag Leipzig bejaht diese Frage, denn er verdankt sein Überleben während eines halben Jahrzehnts vor allem dem Absatz seiner Kriminalromane und Kriminalerzählungen. Aber ist ein solcher Erfolg auch gesellschaftlich vorteilhaft und vor allem moralisch? Für und Wider unterschiedlicher Auffassungen. Weiterlesen

Paradies für Bücherfreunde

Leipzig galt lange Zeit als Zentrum der Bücherwelt, doch spätestens mit dem Zweiten Weltkrieg und der anschließenden deutschen Teilung wurde dieser Status zerschlagen. Eine vergleichbar mächtige Konzentration kann und muss es heute mit Blick auf die Globalisierung und moderne Technik auch nicht mehr geben. Die Buchstadt Leipzig jedoch lebt und ist sogar ein Paradies für Bücherfreunde. Weiterlesen

Die Geburt der Buchstadt

Die Geschichte der Buchstadt Leipzig beginnt bald nach den bahnbrechenden Erfindungen von Johannes Gutenberg und noch vor der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus. Als „Geburtsurkunde“ wird ein Werk des Druckers Marcus Brandis von 1481 angenommen. Zu Beginn der Frühen Neuzeit gibt es in Leipzig eine rege Buchdrucker-Szene, in der neben Marcus Brandis Größen wie Konrad Kachelofen und Melchior Lotter herausragen und die bereits Tradition besitzt. Weiterlesen

Unendliche Geschichte Flucht

Das Thema Flucht und Migration ist so alt und aktuell wie die Menschheit selbst. Eine unendliche Geschichte, die sich bei allen Unterschieden der jeweiligen konkreten Fälle insgesamt doch so stark ähnlich bleibt. Das Schauspiel Leipzig verdeutlicht das zum Auftakt der neuen Spielzeit und spannt unter der Regie von Intendant Enrico Lübbe einen Bogen von der Antike bis in die Gegenwart. Weiterlesen