Die Sächsin und der Hundeflüsterer

Der international gefeierte „Hundeflüsterer“ Cesar Millan gastiert mit seiner „Leader Of The Pack Tour“ am Dienstag, den 8. Dezember, um 20 Uhr in der Arena Leipzig. Assistiert wird er dabei von der gebürtigen Sächsin Liane Seiler, die einst in Leipzig Tiermedizin studierte. Weiterlesen

Mörderische Weihnachtspralinen

Andreas M.Sturm ist ein Mensch, der zur Perfektion neigt. Dieser Vorzug verleiht seinen Büchern, die er als Autor von Kriminalromanen und Kriminalkurzgeschichten vorlegt, fast wissenschaftliches Niveau. Wer erfahren möchte, wie man wen wann und wo am günstigsten um die Ecke bringen kann, schlage bei ihm nach. Sturm klappt immer. Als besonders praktikabel scheint die zusammen mit 15 seiner schreibenden Spießgesellen ausgeheckte und von ihm auch herausgegebene Anthologie „Weihnachtsmorde“ zu gelten. Weshalb sonst sollten bereits vor deren Erscheinen im Leipziger fhl Verlag dort so viele Vorbestellungen eingegangen sein?

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Andreas M. Sturm an einem Tatort

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Innovative Klosterwelt

In den Klöstern des Mittelalters entwickelte sich eine für die Zukunft der Welt bedeutende Innovationskraft und eine bislang unerreichte Rationalität der Lebensgestaltung. Das Forschungsprojekt „Klöster im Hochmittelalter: Innovationslabore europäischer Lebensentwürfe und Ordnungsmodelle“ beleuchtet und analysiert das. Einblicke dazu gibt es am Freitag, den 23. Oktober, in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften (SAW) zu Leipzig. Weiterlesen

Büchertage im Oktober

Es ist die 19. Ausgabe des „Leipziger literarischen Herbstes“, der in diesem Jahr in der Zeit vom 20. bis 27. Oktober veranstaltet wird. Wie immer aus diesem Anlass geht ein Ruck durch eine teils lokale, teils angereiste Masse von Schreibern, Machern, Nutzern und Lesern von Büchern. Denn jeder Einzelne dieser unverwechselbaren Spezies kann seinen Platz unter den Akteuren oder im Publikum suchen und finden, was er in der Regel auch tut. Und das bringt weiteres Leben in unsere quirlige Stadt. Weiterlesen

Lebensbeichte ohne Tabus

In diesen Tagen wird das wiedervereinte Deutschland 25 Jahre alt. In Leipzig geht die Erinnerung um, gerade hier. Denn die Stadt ist im wilden Geschehen der Wende der Brennpunkt gewesen. Hier hatten sich gute alte Tugenden wieder einmal zuerst stark gemacht – für internationale Sichtweite, für kritisches Denken, für Toleranz und Aufmüpfigkeit, sogar den humorvollen Umgang miteinander. Das verdeutlicht der Roman „Ostpoker. Eine Frau deckt ihre Karten auf“.

Ostpoker

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Bissiges aus der Tonne

Der berühmteste „Beißer aus der Tonne“ war Diogenes von Sinope, um den sich zahlreiche Legenden bildeten und dem manch literarisches Denkmal gesetzt wurde. Selbst die auf kindliche Bildung ausgerichtete TV-Serie „Sesamstraße“ griff diesen kritischen Geist in ihrer Frühphase auf und ließ das grüne Knuddelmonster Oscar regelmäßig aus einer Tonne granteln. Leipzigs markanteste Kultur-Tonne findet sich in der „Moritzbastei“. Dort ziehen nun gleich drei markante Beißer ein und präsentieren „Bis(s) zur letzten Seite“ ein neues Format der Literaturkritik. Weiterlesen

Außergewöhnliche Frauen

Die aus Leipzig stammende Sibylle Kuhne erfreut ihre Heimatstadt bei regelmäßigen Besuchen verlässlich mit eindringlichen Lesungen, die musikalisch begleitet unter die Haut gehen. Wenn sie diesmal „Die Sterne vom Himmel“ pflückt, geht es um drei außergewöhnliche Frauen, die Geschichte schrieben und der gesellschaftlichen Entwicklung Türen öffneten. Weiterlesen

Kultige Rock-Lesungen

Elia van Scirouvsky startete in Leipzigs Musik-Kneipe Flowerpower eine neue Veranstaltungsreihe, in der er das Thema „Rock“ einmal im Monat behandelt – musikalisch mit der Hausband und literarisch mit kompetenten Gästen. Damit bietet er Freunden, Kennern und Neueinsteigern der Szene ein amüsantes Programm. Weiterlesen

Spannend wie ein Roman

Leipzig hat 2015 reichlich Grund zum Feiern: 1.000 Jahre Ersterwähnung vorneweg, dazu 850 Jahre Stadtrechte wie auch ebenso lange „Mutter aller Messen“ und Weihe der Nikolaikirche – in der 1989 der weltweite „Wind of Change“ angeblasen wurde und die deshalb eine besondere Rolle anlässlich der am 3. Oktober „25 Jahre Deutsche Einheit“ spielt.

Passend zu solchen Jubiläen fiel auf den 4. Juli der 300. Geburtstag von Christian Fürchtegott Gellert. Ein begnadeter und einst höchst populärer Wegweiser, der gerade in der Atemlosigkeit der Moderne als Ideal für ein deutliches Plus an Lebensqualität stehen könnte. Die Erfolgsautorin Susan Hastings hat dem einen eindringlichen Band in der „Episoden“-Reihe des Tauchaer Verlages gewidmet. Weiterlesen

Merkwürdige Enttäuschung

Wenn die Tochter von Max Frisch einen Liebesroman schreibt: Darf man da mit einer leichten Schnulze rechnen, die nach dramatischen Verwicklungen in einem Happy End mündet? Sicher nicht. Ursula Priess will auch gar nicht erst auf eine falsche Fährte locken und untertitelt ihren Roman „Hund & Hase“ mit dem Hinweis „Liebesversuche“ … Eindringlich ernüchternd – und aufmunternd. Weiterlesen

Wissenschaftler ohne Uhr

Wissenschaftler muss man zuweilen stoppen, sonst lassen sie ihrer großen Schaffensfreude freien Lauf. Trifft sich dann auch noch die Prominenz aus Forschung und Lehre in geballter Form zu einem Jahreshöhepunkt, werden aus geplanten zwei Stunden leicht auch mal glatte drei Stunden.

50 Prozent Zeitüberziehung hat selbst der TV-Klassiker „Wetten, dass …?“ nie geschafft. Vielleicht, weil dort großzügiger geplant wurde. Das sei auch der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig künftig gewünscht, denn dieser „Director’s Cut“ ihrer Öffentlichen Frühjahrssitzung hat jede Minute gelohnt. Und gezeigt, warum Leipzig seit 1.000 Jahren ein Zentrum des Wissens und großer Geister ist, ohne die es keine Buchstadt Leipzig gäbe.

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Eine Trutzburg des Denkens

Knapp tausend Jahre lang seit seiner Ersterwähnung durch den Merseburger Bischof Thietmar 1015 ist Leipzig ein Treffpunkt großer Geister. Ein Stapelplatz des Wissens, der zunehmend gefährdet ist. Die Sächsische Akademie der Wissenschaften (SAW) zu Leipzig macht dagegen mobil und lädt am Freitag, den 11. April, um 16 Uhr in den Festsaal des Alten Rathauses am Markt 1 ein zur öffentlichen Frühjahrssitzung. Reiner Haseloff (CDU), der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, hält das Grußwort. Reizvoll – und vielleicht auch wegweisend.

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Kampf der Trojaner in Leipzig

Der sagenhafte Kampf um Troja ist noch nicht beendet. Auch in der Wissenschaft tobt ein ewig währender heftiger Schlagabtausch dazu. Mittendrin in dieser Schlacht das Buch „Troia und Homer“ des Altphilologen Joachim Latacz, erschienen bei Koehler & Amelang. Der ruhmreiche Leipziger Verlag kennt sich aus mit Trojanern – und kämpfte einst selbst gegen einen.

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Die Seele der Eigen + Art

Gerd Harry Lybke, genannt „Judy“, hat Kunstgeschichte geschrieben. Er selbst zählt zwar nicht zu den Ausnahmekünstlern, dafür aber entwickelt und promotet er diese Spezies höchst erfolgreich. Ein im positiven Sinne eigenartiger Mensch. Die faszinierende Geschichte seiner Galerie Eigen + Art musste deshalb zu ihrem 30. Geburtstag endlich erzählt werden – und das möglichst von einem ähnlich eigenartigen Menschen. Der wurde auch gefunden.

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Nachttischschränkchen

„Frau Hengstenbergs Nachttischschränkchen“ ist ein Höhepunkt beim jährlichen Pressegespräch des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, das der Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen regelmäßig vor den Leipziger Buchmessen im „Haus des Buches“ durchführt. Ein Original, das es zu kultivieren gilt.

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Start der Energiewende

Die Diskussionen um eine Energiewende sind kein Modethema aufgrund jüngster Entwicklungen, sondern ein Evergreen seit mehr als 40 Jahren. Bündnis 90/ Die Grünen gingen im Zuge der Umwelt- und Friedensbewegung sowie der Anti-Atomkraftbewegung der 1970er Jahre ab 1980 daraus hervor. Und auch der oft gescholtenen Wirtschaft sollte man die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema nicht absprechen.

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Erster Weltkrieg greifbar

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Gerade mal 19 war Edgar Voerster – da fiel der Spross der Leipziger Verleger-Dynastie Volckmar/ Voerster 1917 in Flandern in der grausigen Schlacht von Paschendale. Fotos (2): Karsten Uhlmann

Der BUCHFUNK Verlag ist ein starkes Stück Leipzig. Er zählt zu den Hoffnungsgebern der Buchstadt und sammelt Preise, Lob und Auszeichnungen fast am Fließband. Zum 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges 1914 lässt er 17 große Autoren „1914-1918“ erzählen – in einem Hörbuch, das bundesweit Komplimente sammelt und das Völkerschlachten greifbar macht.

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Spaziergang mit Vater Hessel

In Berlin herrscht aktuell Selbstzweifel. Ist die Hauptstadt out? Internationale Trendsetter haben Leipzig als den kommenden Treffpunkt entdeckt. Das nagt am Ego mancher Menschen an der Spree. Der Leipziger BUCHFUNK Verlag streichelt deshalb die Metropolen-Seele mit ewig gültigen Eindrücken beim „Spazieren in Berlin“. Kein Geringerer als Franz Hessel hat sie eingefangen.

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Veronika, der Lenz ist da

Pünktlich zum heutigen Frühlingsanfang scheint nicht nur die Sonne hell und warm. Das Gemüt klart auf – und über die Lippen tänzelt eine ewig junge Melodie: „Veronika, der Lenz ist da.“ Die Comedian Harmonists, Deutschlands erste und berühmteste Boy-Group, haben das Lied vor bald 90 Jahren populär gemacht. Dem Vater des Evergreens, Walter Jurmann, hat der Leipziger Henschel Verlag eine 300 Seiten starke Biographie inklusive Mini-CD gewidmet.

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Meisterwerk aus Bautzen

Über dieses Buch wird in ein paar Jahren rückblickend vielleicht gesagt, dass es ein Höhepunkt unter den Neuerscheinungen zur Leipziger Buchmesse 2014 war. Ein Klassiker und unverzichtbares Standardwerk dürfte das im Bautzener Domowina-Verlag publizierte „Sorbische Kulturlexikon“ auf jeden Fall werden.

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Politik kinderleicht

Wahlbeteiligungen liegen heute oft dramatisch niedrig und die Glaubwürdigkeit der Politik befindet sich weiterhin im Sturzflug. Wie lässt sich dem begegnen? Wahrscheinlich vor allem durch einen Sinneswandel unserer Politiker und Politikerinnen – und dazu durch ein Plus an wirkungsvoller politischer Bildung und Aufklärung. Der Klett Kinderbuch Verlag aus Leipzig zeigt, wie es geht.

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Das deutsche New York

Weil Mark Lehmstedt eine außergewöhnliche Spürnase besitzt, hebt der Leipziger Verleger regelmäßig besondere Schätze. Seine aktuelle Entdeckung ist „Das deutsche New York“. Autorin Ilona Stölken zeigt und beschreibt auf 320 Seiten, warum die US-Metropole im späten 19. Jahrhundert quasi die größte deutsche Stadt nach Berlin und Wien war.

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Anstoß: Umweltgeschichte Sachsens

Mehr als zwei Jahre lang haben die sächsischen Grünen sorgfältig an ihrem Parteiprogramm für die Landtagswahl im August 2014 gefeilt und jede Formulierung leidenschaftlich und kritisch diskutiert. Das ist bemerkenswert und löblich. Vielleicht wäre es noch wirksamer gewesen, die „Umweltgeschichte Sachsens“ der Edition Leipzig flächendeckend unters Volk zu bringen.

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Zeit nehmen für Gespräche

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„Leipzig liest“-Freunde sprechen von einer Sternstunde des Lesefestes. Sie schwärmen von einem Leckerli aus dem Buchmesse-Gastland Schweiz,dargereicht vom Salis Verlag (www.salisverlag.com) aus Zürich. In Bührnheims Literatursalon (www.signiertebuecher.de) war mit Autor Jörn Jacob Rohwer (www.jjrohwer.de) und seinem Buch „Die Seismographie des Fragens“ viel Gutes zur gleichen Zeit am richtigen Ort.

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Schöne alte Bücher: Jenseits der Hast

Die Antiquariatsmesse in Halle 3 der Leipziger Buchmesse bildet eine eindringliche Oase und verwöhnt als eine Art Ruhepol inmitten möglicher Hektik. Ohne dass dabei Langeweile aufkommt. Hier finden sich außergewöhnliche Bücher aus unterschiedlichsten Zeiten, die bereits für sich spannende Geschichten erzählen und neben reichlich Erhabenheit häufig auch einen besonderen materiellen Wert besitzen.

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Hautnah: Felix und die Frauen

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Felix Mendelssohn Bartholdy war kein Casanova. Letzterer war ein Herzensbrecher, Felix mehr ein Masseur der Herzen. Er respektierte die Frauen und förderte sie. Das ließ sie von ihm schwärmen. Viele große und auch heute weniger bekannte Namen finden sich darunter. Brigitte Richter erzählt in ihrem Buch „Frauen um Felix Mendelssohn Bartholdy“ (www.eudora-verlag.de) 29 Felix-Frauengeschichten – und Universitätsmusikdirektor David Timm vermittelt uns das hautnah.

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Die geheime Welt der Fußball-Helden

Der Leipziger Universitätsverlag ist bekannt für hohe Fachlichkeit und Seriosität, gepaart mit einem publizistischen Geschick, auch schwierige Themen attraktiv und leicht verständlich zu vermitteln. Neben reinen Fachbüchern erscheinen jährlich ein Dutzend oder mehr Hochkaräter, die auch ein breiteres Publikum in ihren Bann ziehen. Pünktlich zur Leipziger Buchmesse 2014 zündet der Leipziger Universitätsverlag nun aber eine Bombe, die sich zu einem Frontalangriff auf die Fußballkultur entwickeln könnte.

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Heiß: Mit Crouch auf der Couch

Colin Crouch

Wegweiser: Colin Crouch zeigt, wie Markt und Moral harmonieren können. Foto: Uwe Willmann

In der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig brennt am Donnerstag, dem 13. März, ab 18 Uhr die Luft. Dann trifft sich in der Karl-Tauchnitz-Straße 1 der Wahl-Wiener Passagen-Verleger Peter Engelmann zum Gespräch über „Markt und Moral“ mit dem britischen Soziologen und Politikwissenschaftler Colin Crouch.

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