Domizil für alle Medien

Einige Literaturfreunde unseres Landes sehen es wohl schon als erwiesen an, dass die Zeit der Printmedien abgelaufen ist. Denen scheinen die praktischen E-Books, die per Tablets oder Smartphones daherkommen, den Weg in die Zukunft gehörig zu versperren und den Befürwortern des gedruckten und zwischen zwei Buchdeckeln untergebrachten Textes nur noch ein Altenteil zu überlassen. Weiterlesen

Neuanfang mit kleiner Panne

Die Leipziger Stadtbibliothek nach drei Jahren im neuen Haus. Dessen aufwändige Sanierung kostete etwa 15 Millionen Euro. War das Ergebnis diese Investition wert? Schon eine oberflächliche Bilanz nach kurzer Zeit führt zu einer positiven Antwort. Eine altehrwürdige Kultureinrichtung wird von einem aktuellen Standpunkt aus betrachtet. Ihre in der Vergangenheit mehrfach erforderliche Wiederbelebung macht vergleichende Einblicke in Tradition und Moderne unabdingbar. Auftakt einer Serie.

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Schmuckstück: Leipziger Stadtbibliothek. Foto: Torsten Hanke

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Fünf Jahre Mord und Totschlag

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Mordskerl: „Giftmischer“ Andre Mannchen auf der Buchmesse. Foto: fhl Verlag

Sind Kapitalverbrechen ein Grund zum Feiern? Der junge fhl Verlag Leipzig bejaht diese Frage, denn er verdankt sein Überleben während eines halben Jahrzehnts vor allem dem Absatz seiner Kriminalromane und Kriminalerzählungen. Aber ist ein solcher Erfolg auch gesellschaftlich vorteilhaft und vor allem moralisch? Für und Wider unterschiedlicher Auffassungen. Weiterlesen

Paradies für Bücherfreunde

Leipzig galt lange Zeit als Zentrum der Bücherwelt, doch spätestens mit dem Zweiten Weltkrieg und der anschließenden deutschen Teilung wurde dieser Status zerschlagen. Eine vergleichbar mächtige Konzentration kann und muss es heute mit Blick auf die Globalisierung und moderne Technik auch nicht mehr geben. Die Buchstadt Leipzig jedoch lebt und ist sogar ein Paradies für Bücherfreunde. Weiterlesen

Nach freudiger Arbeit

„Mein Name ist Hase“, grüßte einst die Kultfigur Bugs Bunny in Anspielung auf das Zitat, das augenzwinkernd die Beschäftigung mit etwas ablehnt. Es geht zurück auf den Jurastudenten Victor von Hase (3.11.1834-30.4.1860), der damit sich und einen Kommilitonen schützen wollte. Lieselotte Sievers, die Geschäftsführende Gesellschafterin des Verlages Breitkopf & Härtel, könnte bei Fragen zu den Gründen für den Leipzig-Abschied des Unternehmens auf den Bruder ihres Großvaters Oskar von Hase verweisen …

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250 Jahre Buch-Revolution

Anno 2014 herrscht Stau bei den Gedenktagen: 100 Jahre Erster Weltkrieg, 75 Jahre Zweiter Weltkrieg, 25 Jahre Friedliche Revolution und Mauerfall, 175 Jahre Eisenbahn – um nur einige zu nennen. Nicht vergessen werden darf: 250 Jahre Buch-Revolution mit dem „Revolutionsführer“ Philipp Erasmus Reich an der Spitze. Ein wichtiges Ereignis für Leipzig und die Bücherwelt.

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Erfolgsfaktor Buchgestaltung

Hochkarätige Buchgestaltung genießt in Leipzig eine große Tradition. Die Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB), die gerade ihren 250. Geburtstag feiert, ist ein Beleg dafür. Für die Firma Schröder-Design ist der Erfolgsfaktor Buchgestaltung bereits seit zehn Jahren ein Schwerpunkt. Sie befruchtet damit Kunden weit über die Grenzen Leipzigs hinaus, denn das gedruckte Buch ist auf Dauer ohne eine attraktive Gestaltung kaum vorstellbar.

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Buchstadt-Faktor Universität

Der nächste Angriff auf die Buchstadt Leipzig rollt. Ziel ist die Universität. Ohne die enge Verknüpfung mit seiner herausragenden Universität wäre Leipzig zwischenzeitlich niemals zu einer Welthauptstadt des Buches aufgestiegen. Der legendäre Uni-Rektor, Sprachwissenschaftler und Theaterreformer Johann Christoph Gottsched (1700-1766) zählt deshalb zu den maßgeblichen Gründervätern dieser Buchstadt. Jetzt droht der Sparhammer auch sein Erbe zu zerschlagen. Am Freitag, den 4. April, erfolgt um 16 Uhr die nächste Weichenstellung.

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Elmar Faber kehrt heim

Elmar Faber, Dieter Bührnheim, Klaus G. Saur

Verleger-Legenden: Elmar Faber (l.) und Klaus G. Saur (r.) machen auf Einladung von Dieter Bührnheim große Geschichte greifbar. Fotos (3): Doreen Bunke

Alles Gute zum Geburtstag, Elmar Faber! Dass dieser Grandseigneur der Bücherwelt heute 80 wird, ist kein Aprilscherz. Auch wenn man ihn maximal auf 60 schätzen würde, obwohl er seit fast einem halben Jahrhundert zu den herausragenden Persönlichkeiten unter den deutschsprachigen Verlegern zählt.

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Alles begann mit Henry Miller

Literatursalon_13.09.2013 (Hametner, Flieger, Jung, Kampmann, Bührnheim)

Leipzigs Oberbürgermeister und Bücherfreund Burkhard Jung (Mitte) war bereits mehrfach Gesprächsgast im Literatursalon von Dieter Bührnheim (r.). Moderiert von MDR-Jourrnalist Michael Hametner (l.). / Fotos (3): Doreen Bunke

10.000 signierte Bücher führt Dieter Bührnheim (Bührnheims Literatursalon) in seinem Bestand. Darunter finden sich fast alle Größen dieser Welt. Das macht den Wahl-Leipziger zu einem Star unter den Antiquaren. Es ist zugleich das Ergebnis einer jahrzehntelangen Schaffensfreude, zu der Literatur-Ikone und Querdenker Henry Miller den Anstoß gab.

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Wenn der Goldbär geht

Was würde Thomas Gottschalk tun, wenn ihm sein Goldbär abhanden käme? Er würde möglicherweise bitterlich weinen oder sich von Michelle Hunziker trösten lassen. Das ist jedoch alles Spekulation. In Leipzig muss man über die gleiche Frage nicht grübeln. Hier wird sie Realität. Leipzig ist deshalb traurig – und sagt leise servus.

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Buchmesse: Unbändige Innovationskraft

Zu Beginn der 1990er Jahre stand die Leipziger Buchmesse vor dem Aus. Undenkbar – und doch bedrohlich nah greifbar. Dass dann alles ganz anders kam und die Leipziger Buchmesse glanzvoll und gestärkt „auferstanden aus Ruinen“ ist, mag typisch sein für diese Stadt. Leipzig zeichnet seit jeher eine ungeheure Innovationskraft aus, die die Stadt im Verlauf ihrer knapp tausendjährigen Geschichte stets zusätzlich strahlend aus Krisen und Katastrophen hervorgehen ließ.

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Große Geschichte – und höchst lebendig

Über Jahrhunderte war Leipzig eine Art „Welthauptstadt des Buches“. Mit dem Ersten Weltkrieg setzte ab 1914 auch politisch begründet ein Niedergang ein, der Ende des 20. Jahrhunderts wenig übrig ließ vom alten Glanz. Auf dem Tiefpunkt wuchs zugleich ein neues Pflänzchen, das sich seit der Jahrtausendwende beeindruckend entwickelte und Leipzig aktuell wieder als eine Buchstadt erscheinen lässt, die etwas Besonderes in Deutschland darstellt. Regine Lemke, Geschäftsführerin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels-Landesverbandes Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, spricht darüber im Interview.

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Imposant: Das Tor zur Buchstadt Leipzig

buchstadt-leipzig.de

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Das historische Graphische Viertel der Buchstadt Leipzig umfasste eine gewaltige Fläche von mehreren Quadratkilometern. Ein offizielles Eingangstor konnte es da kaum geben. Die einstige Königsstraße und heutige Goldschmidtstraße, die am Europahaus vom Roßplatz abzweigt, darf sich als Tor zur Buchstadt bezeichnen. Eine Perlenschnur der großen Namen. Kein Ort des Graphischen Viertels war mit Verlagen und Druckereien dichter besiedelt.

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