Nach freudiger Arbeit

„Mein Name ist Hase“, grüßte einst die Kultfigur Bugs Bunny in Anspielung auf das Zitat, das augenzwinkernd die Beschäftigung mit etwas ablehnt. Es geht zurück auf den Jurastudenten Victor von Hase (3.11.1834-30.4.1860), der damit sich und einen Kommilitonen schützen wollte. Lieselotte Sievers, die Geschäftsführende Gesellschafterin des Verlages Breitkopf & Härtel, könnte bei Fragen zu den Gründen für den Leipzig-Abschied des Unternehmens auf den Bruder ihres Großvaters Oskar von Hase verweisen …

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Wissenschaftler ohne Uhr

Wissenschaftler muss man zuweilen stoppen, sonst lassen sie ihrer großen Schaffensfreude freien Lauf. Trifft sich dann auch noch die Prominenz aus Forschung und Lehre in geballter Form zu einem Jahreshöhepunkt, werden aus geplanten zwei Stunden leicht auch mal glatte drei Stunden.

50 Prozent Zeitüberziehung hat selbst der TV-Klassiker „Wetten, dass …?“ nie geschafft. Vielleicht, weil dort großzügiger geplant wurde. Das sei auch der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig künftig gewünscht, denn dieser „Director’s Cut“ ihrer Öffentlichen Frühjahrssitzung hat jede Minute gelohnt. Und gezeigt, warum Leipzig seit 1.000 Jahren ein Zentrum des Wissens und großer Geister ist, ohne die es keine Buchstadt Leipzig gäbe.

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Eine Trutzburg des Denkens

Knapp tausend Jahre lang seit seiner Ersterwähnung durch den Merseburger Bischof Thietmar 1015 ist Leipzig ein Treffpunkt großer Geister. Ein Stapelplatz des Wissens, der zunehmend gefährdet ist. Die Sächsische Akademie der Wissenschaften (SAW) zu Leipzig macht dagegen mobil und lädt am Freitag, den 11. April, um 16 Uhr in den Festsaal des Alten Rathauses am Markt 1 ein zur öffentlichen Frühjahrssitzung. Reiner Haseloff (CDU), der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, hält das Grußwort. Reizvoll – und vielleicht auch wegweisend.

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250 Jahre Buch-Revolution

Anno 2014 herrscht Stau bei den Gedenktagen: 100 Jahre Erster Weltkrieg, 75 Jahre Zweiter Weltkrieg, 25 Jahre Friedliche Revolution und Mauerfall, 175 Jahre Eisenbahn – um nur einige zu nennen. Nicht vergessen werden darf: 250 Jahre Buch-Revolution mit dem „Revolutionsführer“ Philipp Erasmus Reich an der Spitze. Ein wichtiges Ereignis für Leipzig und die Bücherwelt.

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Erfolgsfaktor Buchgestaltung

Hochkarätige Buchgestaltung genießt in Leipzig eine große Tradition. Die Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB), die gerade ihren 250. Geburtstag feiert, ist ein Beleg dafür. Für die Firma Schröder-Design ist der Erfolgsfaktor Buchgestaltung bereits seit zehn Jahren ein Schwerpunkt. Sie befruchtet damit Kunden weit über die Grenzen Leipzigs hinaus, denn das gedruckte Buch ist auf Dauer ohne eine attraktive Gestaltung kaum vorstellbar.

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Kampf der Trojaner in Leipzig

Der sagenhafte Kampf um Troja ist noch nicht beendet. Auch in der Wissenschaft tobt ein ewig währender heftiger Schlagabtausch dazu. Mittendrin in dieser Schlacht das Buch „Troia und Homer“ des Altphilologen Joachim Latacz, erschienen bei Koehler & Amelang. Der ruhmreiche Leipziger Verlag kennt sich aus mit Trojanern – und kämpfte einst selbst gegen einen.

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Buchstadt-Faktor Universität

Der nächste Angriff auf die Buchstadt Leipzig rollt. Ziel ist die Universität. Ohne die enge Verknüpfung mit seiner herausragenden Universität wäre Leipzig zwischenzeitlich niemals zu einer Welthauptstadt des Buches aufgestiegen. Der legendäre Uni-Rektor, Sprachwissenschaftler und Theaterreformer Johann Christoph Gottsched (1700-1766) zählt deshalb zu den maßgeblichen Gründervätern dieser Buchstadt. Jetzt droht der Sparhammer auch sein Erbe zu zerschlagen. Am Freitag, den 4. April, erfolgt um 16 Uhr die nächste Weichenstellung.

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Elmar Faber kehrt heim

Elmar Faber, Dieter Bührnheim, Klaus G. Saur

Verleger-Legenden: Elmar Faber (l.) und Klaus G. Saur (r.) machen auf Einladung von Dieter Bührnheim große Geschichte greifbar. Fotos (3): Doreen Bunke

Alles Gute zum Geburtstag, Elmar Faber! Dass dieser Grandseigneur der Bücherwelt heute 80 wird, ist kein Aprilscherz. Auch wenn man ihn maximal auf 60 schätzen würde, obwohl er seit fast einem halben Jahrhundert zu den herausragenden Persönlichkeiten unter den deutschsprachigen Verlegern zählt.

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